Proaktiv oder passiv? Gestalter oder Opfer?
Die Vor- und Nachteile der Herangehensweisen liegen auf der Hand:
ALS OPFER
- Wer Opfer sein Umstände ist, kann nichts tun.
- Ihn trifft keine Schuld.
- Verantwortlich sind andere oder die Rahmenbedingungen.
- Als Opfer hat man selbst alles richtig gemacht.
- Man braucht sich nicht zu ändern und nimmt sich damit die Chance, sich persönlich weiterzuentwickeln.
- Sie klagen über ihr Schicksal.
- Die anderen sollen für ihr Wohlbefinden sorgen.
ALS GESTALTER
- Gestalter steuern aktiv mit, was passiert.
- Verantwortlich ist er selbst.
- Als Gestalter macht man auch mal Dinge „falsch“.
- Gestalter sind offen für Veränderung und geben sich damit die Chance, sich persönlich weiterzuentwickeln.
- Sie übernehmen Eigenverantwortung.
- Fragen: „Was kann ich tun?“
- Wissen, dass sie selbst für ihr Glück verantwortlich sind.
Der Schlüssel zur Gestalter-Rolle ist gelebte Selbstverantwortung – das Bewusstsein, dass man selbst die richtigen Ursachen setzen muss, um ein gewünschtes Ergebnis herbeizuführen.
Gestalter erkennt man beim Misserfolg! – Gestalter stellen sich bei Misserfolgen nämlich immer die Frage: „Was kann ich tun, um diese Situation zu verbessern?“
Es kommt darauf an, was du daraus machst!
Der erstaunliche Weg von W. Mitchell…
Ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass wir manche Dinge wirklich nicht aussuchen, aber entscheiden können, wie wir damit umgehen, ist das Schicksal des US-Amerikaners W. Mitchell.
Mit Anfang 20 ist Mitchell ein gut aussehender, unternehmenslustiger Mann, der seinen Job als Schaffner in der historischen Eisenbahn in San Francisco liebt und in seiner Freizeit das Skifahren.
Eine Sekunde der Unachtsamkeit verändert sein ganzes Leben… Auf einer Motorrad-Tour übersieht Mitchell einen Kleinlaster auf der Vorfahrtstraße. Beim Zusammenprall mit dem Wagen explodiert der Tank des Wagens und Mitchell steht lichterloh in Flammen! Nur der Geistesgegenwart eines Passanten, der mit einem Feuerlöscher zu Hilfe eilt, ist es zu verdanken, dass er diesen Unfall überlebte.
Es folgen zwei Jahre intensiver und sehr schmerzhafter medizinischer Behandlungen, bevor er das Krankenhaus wieder verlassen kann. Mitchell ist entstellt und hat von nun an verstümmelte Hände.
Doch anstatt betrübt zu sein, übernimmt Mitchell Verantwortung für sein Leben: Er ist bald wieder in der Lage Auto zu fahren und sogar selbst ein Flugzeug zu steuern.
Bei einem seiner Flüge passiert die nächste Katastrophe: Ein technischer Defekt hat eine Bruchlandung zufolge. Während die anderen Insassen glimpflich davonkommen, trifft es Mitchell erneut: Er spürt, dass er seine Beine nicht mehr bewegen kann! Diagnose: Querschnittslähmung.
Seit diesem Absturz ist er zusätzlich an einen Rollstuhl gefesselt.
Mitchell kommentierte das folgendermaßen: „Bevor ich querschnittsgelähmt war, gab es 10.000 Dinge, die ich tun konnte. Heute sind es 9.000. Ich kann entweder den 1.000 nachtrauern, die ich verloren habe, oder mich auf die 9.000 konzentrieren, die ich immer noch tun kann.“
Heute ist Mitchell ein erfolgreicher Buchautor und gefragter Keynote-Speaker.
Es gibt Dinge im Leben, die kann man nicht ändern, nicht gestalten… Etwas anderes zu behaupten, ist naiv. Aber wir können uns immer entscheiden, wir wir auf die Dinge reagieren und wie wir mit ihnen umgehen wollen.





