Stolz hat nicht eine feste Kategorie und Definition, Stolz kann vieles sein und jeder versteht in ihm etwas anderes. Auch die Psychologie kennt zwei Arten von Stolz – den Positiven und den Negativen.
Positiver Stolz kann Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen, Selbstwert sein – etwas, was einem dazu verhilft sich in seiner Mitte zu fühlen, sich selbst zu schätzen und sein Platz im Leben zu finden. Negativer Stolz zum Beispiel ist Arroganz. Dieser Stolz trennt uns von unseren Mitmenschen und hält uns davon ab, Fehler einzugestehen, sie zu berichtigen und bescheiden zu sein.
Clive Staples Lewis
„Ein stolzer Mann schaut immer auf Dinge und Menschen herab; und natürlich kannst du nicht sehen, was über dir ist, wenn du nur nach unten schaust.“
Ich bin sicher kein überheblicher und überstolzer Mensch, aber auch mich überkommt doch auch manchmal dieser negative Stolz. Auch wenn ich es selbst kaum glauben kann… ich kenne das auch, dass man sich Fehler eigentlich gar nicht eingestehen will und dass wenn einem das bewusst wird, dass es dann sogar noch schmerzhafter ist. Und eigentlich hat man auch gar keine Lust sich damit auseinander zu setzen, weil… warum auch immer…
Ich hatte das sogar erst letztes… ich war enttäuscht, weil ich auf jemanden warten musste, auf den ich mich sehr gefreut hatte. Und als ich dann schon anfing deshalb zu schmollen, wurde mir bewusst, dass ich genau DAS schon soooo oft mit dieser Person getan habe… sie warten lassen. Nie mit böser Absicht! Aber getan hab ichs doch und das, wo ich auch noch genau weiß, dass das Gefühl für diese Person dabei auch echt mies ist!
Diese Zwickmühle hat mich wahnsinnig gemacht, eigentlich sauer sein zu wollen, aber zu wissen dass man selber nicht besser ist; gleichzeitig auch gar nicht wahr haben wollen, dass man nicht besser ist; dann eigentlich auf sich selber sauer ist, insgesamt schlecht drauf ist und zuletzt der anderen Person nicht mal sagen kann was los ist, weil man zu stolz ist drüber zu reden und seinen Fehler zugeben zu können…
MIES! Und doch ist das Einzige, was bei diesem Stolz hilft – EHRLICHKEIT!
JA – Ehrlichkeit ist auch oft schmerzhaft – I know… und doch ist sie auf lange Sicht sehr befreiend! Ehrlichkeit ermöglicht, dass wir uns der Wahrheit stellen, wer wir sind und dass wir uns mit unserem Inneren verbinden können. Genau HIER beginnt der Weg zum emotionalen Wohlbefinden!!
EINFACH EHRLICH SEIN – die beste und effektivste Lösung!
…und hat gleichzeitig noch die positiven Nebeneffekte, dass unsere Angst kleiner wird, wir authentischer werden, wir nicht mehr anderen gefallen wollen, wir keine Maske mehr aufsetzen. Wer ehrlich ist – zu sich und zu anderen – hört auf, seine emotionalen Konflikte untern Teppich zu kehren und dem geht es einfach besser. #einfachausprobieren
In diesem Sinne:
Einfach mal ehrlich ist, auch wenn’s schmerzhaft ist.





