Meinungsänderung

„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war.“ – Bertold Brecht

Eine Einstellung seit der Jugend zu haben und sie um jeden Preis zu verteidigen, ist nicht klug. Aussagen wie „Das ist meine Einstellung, die wird sich nicht ändern“ wirken zwar entschlossen, sind aber vor allem ein Zeichen von geistiger Unbeweglichkeit.

Meinungen entstehen aus dem Wissen, den Erfahrungen und dem Blickwinkel, den man zu einem bestimmten Zeitpunkt hat. Diese Basis verändert sich. Neue Informationen, neue Perspektiven und ein tieferes Verständnis erweitern den Horizont – und damit ist es logisch, dass sich Einschätzungen und Haltungen mitentwickeln.

Eine Kurskorrektur bedeutet keinen Werteverlust, sondern Lernfähigkeit. Sie steht für Offenheit, Reife und Charakter. Starrheit mag konsequent wirken, verhindert aber Entwicklung. Wer bereit ist, sein eigenes Denken zu hinterfragen, beweist innere Stärke.