Informationsmanagement?

Informationsmanagement & -Technologie –
das soll es also sein, was ich studieren will?

Viele haben mich schon mit großen Augen angeschaut, wenn ihnen erzählt hab, was ich studieren will, weil sie erstmal nicht so viel damit anfangen können. Und dann gefragt: Was macht man da denn? Und warum genau das?

Dazu habe ich tatsächlich schon vor Monaten mal was zamgeschrieben, also warum nicht auch posten. 🙂



Hier die Story – und wie eins zum anderen kam:

Die Entscheidung, nach Berlin zu ziehen, hatte ich letzten Oktober fix getroffen.
Die Entscheidung, jetzt doch noch zu Studieren, war ebenfalls getroffen. Wo ich also studiere, war klar, was ich aber studieren werde – diese Frage war noch offen, also hab ich mir die große Frage gestellt: Studieren okay – und was zur Hölle??

Also erstmal bei Google eingegeben: “studieren berlin
Hmm… Okay… da waren schon ein paar Unis und noch mehr Studiengänge und ähm kp..
Dann hab ich mir also die Uni rausgesucht, die die kleinste Entfernung zu meinem Bekannten Jesús in Berlin hat – das war die Humboldt-Universität. Jetzt war ich zwar schon ein Schritt weiter, aber klargekommen bin ich immer noch nicht. Nach ewigem rumklicken auf der Seite, bin ich dann aber bei dem Studiengang “Informationsmanagement & Informationstechnologie” gelandet. (Link)
Und ich hab mich wirklich sofort in ihn VERLIEBT!!

Wieso hat mir denn davor niemand gesagt, dass man DAS studieren kann?
Genau das, womit ich mich jeden Tag beschäftige, was meine Leidenschaft ist??
War das ein crazy Gefühl, als ich das gelesen hab 😀

Warum?? – Ganz klar…

  1. In dem Studiengang geht es um die wesentlichen technischen und organisatorischen Grundlagen zur Erschließung, Speicherung, Vermittlung, Darstellung, Suche und Analyse von Informationen und Wissen in all seinen Erscheinungsformen (z.B. Datenbanken- und Informationssysteme, Informationsmodellierung, Informationsanalyse, Content-Management-Systeme, gesellschaftliche Aspekte der Informationswissenschaft, Digitale Bibliotheken, Grundlagen der Informationswirtschaft und elektronische Medien).
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    Ich weiß gar nicht, ob es überhaupt einen besseren Studiengang als diesen geben könnte für mich, denn das was ich eh schon die ganze Zeit mache, ist wirklich GENAU DAS!!
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  2. Vor ca. 3 Jahren habe ich begonnen ganz viel Zeit und Energie in meine bewusste Persönlichkeitsentwicklung zu stecken. Nach kurzer Zeit stand ich dann vor der großen Herausforderung, wie ich mir all das Wissen, das ich da erfahre, merken kann. Man braucht oft nicht all das Wissen sofort, aber vielleicht irgendwann später und dann wär’s doch super praktisch, wenn man auf das Wissen zurückgreifen könnte. Also wie kann ich mein Wissen am besten archivieren, sortieren, leicht zugänglich und schnell auffindbar machen, sodass ich es am besten Nutzen kann?
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    Erst hab ich angefangen alles in Word Dokumenten abzuspeichern und in Ordnern auf meinem PC abzulegen – musste dabei allerdings schnell feststellen, dass das nicht die Lösung sein kann, da ich im Datei-Manager schnell an meine Grenzen gestoßen bin, was meine Erwartungen an eine Wissensdatenbank angeht.
    Außerdem war das damals zu meiner Networkmarketing-Zeit, wo ein essentieller Faktor ist, nicht nur Wissen zu haben, sondern sein Wissen auch an sein Team weiter zu geben.
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    So kam es, dass ich verschiedene Website-Baukästen angeschaut habe. Bei WordPress bin ich dann hängen geblieben und nutze es seitdem als meine ganz persönliche Wissensdatenbank für alles, was mich beschäftigt und was für mich zum Leben dazugehört.
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  3. Seitdem habe ich eine öffentliche Website mit all meinem Wissen, auf die jeder zugreifen. Jeder kann sehen, was ich auch sehen kann. Ob das schlau ist? 😀 Alles relativ! Unfassbar mit wie vielen Menschen ich schon darüber gesprochen habe, ob es nun wirklich so sinnvoll ist, so viel öffentlich zu teilen und warum ich das überhaupt mache? Und noch viel mehr, wie ich mit anderen drüber geredet habe, hab ich mir selbst dazu Gedanken gemacht, welche Informationen, in welcher Form, in welchen Ausmaß, für jeden oder nur für bestimmte Personen zugänglich sein sollten.
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    Uuuuund was für diese Informationen die logischste Ordnung ist, um alles leicht wiederzufinden und dass eben alles seinen Platz im System hat – das ist sooo schwierig, weil ja alles mit allem zusammenhängt. Jede Information für sich kann immer wieder in verschiedenste Zusammenhänge gestellt werden und auch verschiedenste Bedeutungen haben. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, Informationen zu sortieren. Man muss sich letztendlich eben für eine entscheiden und zwar für die, die im jetzigen Augenblick und dann aber auch langfristig wohl die beste zu sein scheint. Und ein paar Monate später wirft man dann doch wieder alles über den Haufen… So hab auch ich inzwischen schon über zehn Webseiten gehabt, die ich immer wieder, umgezogen, neu strukturiert und neu aufgezogen habe. #ishaltso
    Hat mich viel Zeit und Energie gekostet, aber man lernt ja auch dazu bei allem was man so tut 😉
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  4. Als ich dann angefangen habe als Geschäftsführer-Assistenz zu arbeiten, habe ich mich schon so an meine eigene Wissens-Datenbank gewöhnt, dass es für mich ganz selbstverständlich war, dass hier auch sowas her muss. Bin ich auch immer noch der Meinung – keine Ahnung wie Menschen OHNE so etwas überhaupt vernünftig arbeiten können 😀
    Ich meine einfach eine zentrale Plattform, wo für das Personal alle relevanten Informationen zugänglich sind – auch übers Smartphone. Informationen wie das Fachwissen zu den Produkten, der Hardware, zu Apps und anderen Tools, die genutzt werden, Informationen wie bestimmte Systeme funktionieren, also Leitfäden meistens sogar mit Fotos, die ganz genau erklären, wann was zu tun ist. Unendlich viele Tipps, für das allgemeine KnowHow, was Kommunikation, Vertrieb, persönliche Weiterentwicklung in den Bereichen Selbstbewusstsein, Ordnung, Zeitmanagement etc. betrifft. Wer für was und in welcher Situation der richtige Ansprechpartner ist. All das und so viel mehr.
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  5. Warum mir das so WICHTIG ist? – Eines der schlimmsten Gefühle, die es für mich gibt, ist etwas TUN wollen – also WIRKLICH JETZT TUN WOLLEN – aber nicht zu wissen wie es geht!
    Man kann alles lernen – klar! Und vieles findet man einfach über Google, aber eher allgemeine Dinge und keine internen Arbeitsabläufe und interne Informationen des Unternehmens. Genau diese Informationen, die aber den Work-Flow ermöglich, sodass es Spaß macht, weil es läuft! 

    • Wenn z.B. ein Kunde vor dir steht und eine Frage hat zu seinem Vertrag und du WILLST es ihm sagen, aber weißt die Antwort nicht, obwohl es die Information ja gibt!
    • Oder der Kunde will etwas kaufen und du weißt nicht, wie die Kasse funktioniert, obwohl es ja ganz einfach ist.
    • Oder wenn ein Kunde vor dir steht und gern einen bestimmten Artikel kaufen will, aber du weißt nicht WO er ist, obwohl er irgendwo hier im Laden sein muss!
    • Oder du willst eine Schraube irgendwo wieder festdrehen und es scheitert weder an der Zeit, noch Motivation, sondern daran, dass du nicht weißt wo der Schraubenzieher ist.
    • Oder du verbesserst einfach nie dein Zeitmanagement und bleibst relativ unproduktiv, weil du gar nicht weißt, DASS und schon gar nicht WIE es alternativ ablaufen könnte.
    • Oder oder oder…
      Es NERVT mich unglaublich, wenn ich gerne etwas machen, bearbeiten, sagen oder lernen will und ich ums Verrecken nicht rauskriege wie, obwohl ich weiß, dass es wahrscheinlich so einfach wäre!
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  6. Es gibt doch bestimmt auch eine Studie dazu, wie viel Zeit in dieser Welt dafür draufgeht, Informationen zu suchen? Oder wie viel Zeit verschwendet wird allein dadurch, weil man irgendwelche Informationen NICHT hat? – Die Antwort will ich glaub lieber gar nicht wissen 😀
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  7. Ok – I’m sorry – ich bin abgedriftet 😀
    Aber das ist halt einfach MEIN Thema ♥
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  8. Jedenfalls als ich damals angefangen habe als Geschäftsführer-Assistenz zu arbeiten, habe ich auf eigene Faust begonnen eine Wissens-Datenbank für das Unternehmen anzulegen. Als das Gerüst dazu stand, habe ich versucht meinem Chef zu erklären, wie wertvoll so etwas ist. Inzwischen ist die Pflege unsere Online-Wissensdatenbank eine meiner Prioritäten und unsere Datenbank wird Tag für Tag weiter ausgebaut.
    Anfangs mussten sich alle noch daran gewöhnen damit zu arbeiten (weil es halt was Neues war) und inzwischen ist unser “Handbuch” einfach nicht mehr wegzudenken!
    Mein Chef hat dann irgendwann zu mir gesagt: “Ich konnte es vorher nicht benennen, aber das ist genau das, was ich mir eigentlich immer gewünscht habe!”
    Das große Ziel ist es nun, dass im Notfall die Putzfrau im Shop einspringen und der Betrieb auch mit ihr weiterlaufen könnte. Alles, was um uns herum passiert und worum es immer geht sind INFORMATIONEN. Und Informationen kann man so sortieren, zugänglich und dadurch nutzbar machen, dass JEDER alles machen könnte. Klar soll nicht jeder alles machen und nicht umsonst hat jeder seine Aufgabenbereiche und seine Qualifikationen, aber es soll keiner mehr sagen können, ich hab das nicht gewusst! EINFACH DASS ES NIE WIEDER AM WISSEN SCHEITERN MUSS! 😉
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  9. Zwar nicht so digital wie unsere interne Website, aber auch hier ging es ums Thema Informations-Management, habe ich mich damals für unser heutiges Ordner-System eingesetzt.
    Alles andere, bis auf unser heutiges Ordner-System, hat für mich absolut keinen Sinn ergeben und hätte vor allem langfristig wieder zu Unübersichtlichkeit geführt. Deshalb bin ich dabei echt hartnäckig geblieben, bis mein Chef nach viel Überzeugungsarbeit von mir zugestimmt hat, dass wir ab sofort genau nach diesem System arbeiten. DANKE an mein Chef für sein Feedback immer – denn auch hier hat er gesagt: “Das war eine der besten Entscheidungen, die ich je getroffen habe, dass wir jetzt nach diesem System arbeiten!”
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  10. Danach kam die komplette Büro-Digitalisierung von Verträgen, Unterlagen, Projekten, usw. – wo es natürlich auch nochmal um Informations-Management ging, nur eben wieder digitaler.
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  11. Und auch heute bin ich die, die die Informationen bei uns im Unternehmen managt. Es landen etliche Mails pro Tag in meinem Posteingang, wo es nur darum geht, Informationen entweder zu unserer Wissensdatenbank hinzuzufügen oder in unserer Cloud abzuspeichern. Dabei ist es meine Aufgabe zuerst die einfachste Struktur dafür zu entwerfen, alle Informationen eindeutig zu benennen und dann logisch einzuordnen. That’s it.

Alles ist Information. Einfach alles. Wenn man sich dem mal bewusst ist, kann man damit beginnen was zu verändern. Mit den Informationen konstruktiv arbeiten, anstatt immer auf der Suche zu sein.
Ich liebe es einfach 🙂 Mag sein, dass viele mit diesem Beitrag nichts anfangen können, aber nicht so schlimm. 😀


Achja… vielleicht noch eine Zusatz-Information: Berlin-Studium ist übrigens nicht mehr aktuell. Nachdem ich diesen Sommer spontan meinen Gleitschirmschein gemacht habe, ist mir irgendwann klar geworden, dass Berlin und Gleitschirmfliegen wohl nicht die optimale Kombination ist und dass mir sowieso nicht ganz wohl dabei war, mich für die ganze Zeit des Studiums auf einen Ort festzulegen. Somit ist aus dem Berlin-Studium ein Fern-Studium geworden. Ratet mal welcher Studiengang… Informations-Management! Was auch sonst 😉



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