2018-04-01: “Leb dein Leben”


YEEEES – DA HAT ES MAL WIEDER JEMAND GESCHAFFT!

… geschafft, dass ich fassungslos und schlecht gelaunt daheim rumsitze.

WARUM? – Das war so:

HEUTE IST OSTERN. Ostern, ein schöner Anlass sich mal wieder bei einem schönen Essen mit lieben Menschen zusammenzusetzen. Bisschen reden, bisschen essen, bisschen die Zeit genießen, oder? Und wenn man grade fastet (ja, das geht auch wenn die Fastenzeit jetzt eigentlich vorbei ist), dann eben all das OHNE Essen. Dann halt zusammensitzen, plaudern, lachen, Tee trinken und die anderen das Essen genießen lassen – klingt auch akzeptabel, oder?

Hätte hätte so schön sein können… wenn da nicht eine Person gewesen wäre, die mir gehörig meine Laune vermiest hat. 

KURZE INFO: Ich faste gerade (modifiziertes Fasten nach Otto Buchinger begleitet von einer ausgebildeten Fastenleiterin, regelmäßigen Wertemessungen, ich selbst hab mehrere Bücher/Videos zum Thema Fasten gelesen/angeschaut, hab letztes Jahr selbst schon mal gefastet und inzwischen noch mit einigen geredet, die weitaus länger als ich bisher gefastet haben) – und es tut mir sooo gut! 🙂 Heute bin ich bei Tag 33.
Schon lange nicht mehr und vielleicht noch nie habe ich meinem Körper so bewusst so viel Gutes getan. So viel neue Informationen zum Thema Ernährung und Gesundheitsbewusstsein (man lernt nie aus!), viel Ölziehen, viel, Leberwickel, viel Trockenbürsten, viel Ruhe und Schlaf, aber auch viel Bewegung. Viele gesunde Gewürze, viele Vitamine und viel Protein – alles in flüssiger Form. Viel neue Freiheit durch Ausmisten, viel Nachdenken, viel Loslassen von kontraproduktiven Ess- und Lebensgewohnheiten und auch von anderen Anhaftungen, die man sich im Leben so einfängt.

Zurück zu dieser einen Person… Vielleicht hatte sie nur Interesse und wahrscheinlich hat sie sich wirklich nur Sorgen gemacht und vermutlich wollte sie was ganz anderes ausdrücken – was aber unter anderem tatsächlich gesagt wurde, war: Es wird Zeit, dass du jetzt wieder isst! Dass mein Verhalten eine Störung ist. Dass ich mehr als genug abgenommen hätte. Dass ich zu viel ins Fitness-Studio gehe. Dass ich sowieso nicht weiter abnehmen werde. Dass das nicht gesund ist, was ich mache. Wie lange ich das jetzt noch machen will. Und, dass die Fastenzeit jetzt vorbei ist.

Ich hab das Thema dann damit abgeschlossen, dass ich einfach gesagt habe:
Okay, dann habe ich wohl eine Störung. 

Damit war das Thema für mich gegessen. 
Lag mir allerdings unglaublich schwer im Magen, muss ich sagen…
Ich hab mir danach ewig noch den Kopf zerbrochen und war fassungslos, wie ich schon wieder mit so einen Menschen konfrontiert wurde, der etwas so schlecht reden muss, was einem Menschen offensichtlich grade so gut tut!

Da mich das Gespräch am Tisch nicht losgelassen hat und ich mir ja vorgenommen hab, nicht mehr immer alles nur in mich reinzufressen, sondern zu SAGEN, was ich denke und wie ich mich fühle und vor allem GRENZEN ZU SETZEN, was MEIN LEBEN angeht, hab ich der Person im Nachhinein eine Nachricht geschrieben.

Die Nachricht ging ungefähr so:
“Hallo …, da mir der Besuch vorhin wirklich meine Stimmung vermiest hat, will ich es jetzt doch nochmal ansprechen. Ich fühl mich extrem respektlos von dir behandelt.
Jeder hat seine Meinung und das ist okay – man muss seine eigene aber nicht einem anderem aufzwingen und schon gar nicht in einem herablassenden oder bestimmenden Ton. Es kam nicht so rüber, dass du dich dafür interessieren würdest, was ich genau mache, sondern eher dass du schon dein Urteil gefällt hast und das eben negativ ausfällt. Ich hab mich vor längerem dazu entschieden Kontakt mit Menschen zu meiden, die mir irgendwas schlecht reden wollen oder dementsprechend mit mir umgehen. Da das wahrscheinlich weder in deinem noch in meinem Interesse ist, bitte ich dich einfach meine Ernährungs-Einstellung dazu zu akzeptieren oder das Thema einfach beim nächsten mal sein zu lassen bzw. keine Empfehlungen für mich auszusprechen, wenn es schon jmd anders angesprochen hat. Was ich tue schadet schließlich weder dir noch einem andern – es ist MEINE Ernährung. LG Nicy”

Ich hab mich bemüht, einfach nur meine Grenzen klar zu machen, ohne die Person anzugreifen oder zu beleidigen oder so etwas. Ob mir das gelungen ist – NEIN.
Die Ansicht der Person hat sich dadurch glaub ich noch verstärkt, dass ich eine Störung hab, da ich mich ja jetzt so ‘dagegen wehre’. Letztendlich habe ich dann noch mehr Kritik entgegengebracht bekommen – bezüglich mir, meines Blogs, meiner Einstellung und meiner Art zu Leben.

Aber jetzt nach dem Gespräch vorher am Tisch, nach der Nachricht an die Person, nach den Antworten und nachdem ich mich drüber aufgeregt und mich wieder abreagiert hab – ist mir wieder umso klarer:
LASS DIE ANDEREN DENKEN, WAS SIE WOLLEN – DAS TUN SIE SOWIESO!

… und gelohnt hat sich das trotzdem, dass ich’s angesprochen hab!
Hoffe ich zumindest und ich vertraue jetzt einfach mal den Nachrichten, die ich abschließend bekommen habe:

“Na dann alles Gute”
“Ich werde nie wieder was zu deinem Leben sagen – verstanden”
“Leb dein Leben”

… wisst ihr was – DAS MACH ICH! 🙂

Ich weiß, was mir wichtig ist, was meine Bedürfnisse sind und wohin ich im Leben will. Ich muss mich nicht mehr danach ausrichten, was irgendwer anderes denkt und will. Ich habe klar vor Augen was ich will und fühle, was mir gut tut und versuche so oft es geht und immer öfter eben MEIN Ding zu machen.

Das, was mich heute aus dem Konzept gebracht hat, ich mir heute aber ein Stück mehr verinnerlichen konnte:
Die Welt geht nicht unter, wenn mich jemand nicht mag oder nicht leiden kann!

Es gibt wirklich viele Menschen, die wunderbar damit leben, wenn andere sie nicht leiden können (NEID *-*). Und das sind oft gar keine bösen und kaltherzigen Menschen. Das sind oft Menschen, die gelernt haben, dass sie es nicht allen recht machen können, und die deswegen eine gesunde Gelassenheit entwickelt haben.

Jemand findet mich doof? Oder das was ich tue? – FUCK IT!
Man sollte lernen, damit zu leben. Lernen auch diese negativen Gefühle auszuhalten. Einfach mal beobachten, was das für reale, messbare Konsequenzen in Ihrem Leben hat, wenn mich jemand nicht mag. Man wird immer wieder erstaunt sein, wie wenig tatsächliche Konsequenzen es oft gibt.

Mir ist auch bewusst, dass die Person all das hier wahrscheinlich lesen wird. Falls dem so sein sollte: Ich wollte dich nicht angreifen, ich bezeichne dich nicht als lächerlich, ich will dich nicht verletzen und ich verurteile dich nicht. Jeder hat seine Story, jeder seinen Weg und jeder seine Ziele. Du deine und ich meine. Ich kann damit leben. Du hoffentlich auch 🙂

ABSCHLIEßEND WILL ICH SAGEN: Es ist ein unsinniges, undankbares, schmerzhaftes und vor allem unerreichbares Ziel, allen Menschen gefallen zu wollen. Wer das begriffen hat, hat’s einfacher und lebt entspannter.

FROHE OSTERN! 🙂

Deine Nicy 


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